LifeHacks #2 – E-Payment

Heute geht es um das Bezahlen im Internet. Anstelle der typischen Varianten, sprich Lastschriftverfahren, Vorkasse-Überweisung, Nachname oder Kreditkarte gibt es eben die Option des E-Payments. Je nach Anbieter der E-Payment-Lösung ergeben sich bestimmte Vor- und Nachteile:

  • Zahlen auch im Ausland möglich (was sonst ja nur mit Kreditkarte oder Überweisung möglich wäre, wobei letzteres der Betreiber erstmal anbieten muss – selten!)
  • Oft ist die Zahlung anonym, das bedeutet es gibt E-Payment-Lösungen, wo der Zahlungsempfänger keine privaten Daten über den Zahlungspflichtigen herausfindet
  • Oft fungiert der E-Payment-SErvice als Treuhänder zwischen Käufer und Verkäufer. Er haftet dabei gegenüber dem Verkäufer in Bonitätsfragen, der Käufer dagegen erhält sein Geld zurück, wenn die Ware vom Verkäufer nicht oder nur in mangelhaftem Zustand versendet wird.

Es gibt viel zu viele Anbieter von „elektronischem Geld“, als dass ich hier alle ausführlich testen könnte. Stattdessen beschränke ich mich auf diejenigen, die am weitesten verbreitet sind.

Paysafecard

Die Paysafecard funktioniert nach dem prepaid-Prinzip, das bedeutet, Zahlungen können nur erfolgen, wenn ihr vorher Guthaben eingezahlt habt.

Paysafecard existiert seit 2000 und ist damit das erste und älteste eingetragene Online-Zahlungsmittel. Daher hat sich dieser Service schon weitgehend bewährt. Seit 2008 hat das Unternehmen auch eine EU-weite Lizenz zur Ausgabe von elektronischem Geld. Der Service wurde schon mit dem Paybefore Award als bester nicht-amerikanischer Bezahldienst ausgezeichnet.

Ablauf

Der Benutzer erwirbt an einer der Verkaufsstellen, wie etwa einer Tankstelle ein Guthaben. über dieses kann er mittels einer 16-stelligen PIN verfügen. Bei Eingabe dieser 16-stelligen PIN bei einem Online-Shop wird dieses Guthaben als Zahlungsmittel akzeptiert. ist das guthaben der zugehörigen PIN aufgebraucht, wird die PIN ungültig und es muss eine neue Paysafecard erworben werden, es kann also nicht mehr Geld ausgegeben werden, als vorher Guthaben auf ihr eingezahlt wurde.

Der maximale Betrag pro Karte ist 100 €, man kann aber mit bis zu 10 Karten gleichzeitig zahlen, somit beläuft sich der maximale Bezahlbetrag auf 1.000 €.

Da für den Bezahlvorgang keine persönlichen daten des Kunden notwendig sind. Dadurch bietet das Bezahlverfahren Schutz vor Identitätsdiebstahl oder Phishing.

Alternative: ukash

Paypal

Bei Paypal gebt ihr eure Kontodaten bzw. Kreditkarteninformationen an. Die richtigkeit dieser Angaben wird dabei von Paypal selbst geprüft. Den Online-Shop, bei dem ihr später zahlt, interessieren diese Daten aber nicht, sondern ihr veranlasst über euren Paypal-Zugang Paypal, als Treuhänder zwischen euch und dem Shop zu fungieren. paypal bedient sich dabei eures Bankkontos / Kreditkarte und übermittelt den Betrag von eurem Paypal Konto auf das Paypal-Konto des shops. Der Shopbetreiber kann sich dann, wenn er will, das Geld von seinem Paypal-Konto auf sein Girokonto überweisen lassen. Genau das gleiche könntet ihr auch machen, wenn ihr über Paypal Geld übermittelt bekommen würdet.

Zudem bietet Paypal einen Käuferschutz. Heißt: Wenn der Verkäufer sich unrechtmäßig an euch bereichert, kümmert sich Paypal (solltet ihr die Bedingungen zum Käuferschutz erfüllen) mit darum, dass ihr euer Geld wieder seht.

Alternative: ClickAndBuy

Bitcoin

Bitcoin ist ein relativ neues, aber auch sehr interessantes Projekt in dem Bereich. Das Geld wird dabei nicht zentral vom Service-Betreiber verwaltet, sondern dezentral in einem peer-to-peer-Netzwerk. Man kann es mit Bargeld vergleichen – das wird ja an eine Vielzahl von menschen ausgegeben, die dann frei darüber verfügen, es überall mit hin nehmen können und bei Bedarf damit zahlen. Bitcoin ist sozusagen eine Virtualisierung des Bargeldverkehrs. Das Netzwerk wird aus allen Rechnern der Teilnehmer gebildet, die einen Software-Client ausführen. Der Besitz von Bitcoins wird mit Hilfe von kryptografischen Schlüsseln nachgewiesen – ähnlich wie man es im real Life durch physisch vorhandene Münzen und scheine macht. Die Schlüssel von Bitcoin sind also sozusagen eure Münzen. Ihr könnt sie rumtragen, wie ihr lustig seid. Jede Transaktion von Geldeinheiten wird in einer von allen Teilnehmern gepflegten Datenbank festgehalten. Wenn ihr also euerm Kumpel Bitcoins überweist, weil er letztens den Vergaser von eurem Auto gewechselt hat, dann wird das in der datenbank aufgenommen. Dabei pflegt ihr als Transaktionspaar die Transaktion in die datenbank ein. Digitale signaturen stellen dabei sicher, dass die Transaktion von euch nicht getürkt ist und ihr somit „digitale Geldwäsche“ betreibt. Wegen dem Peer-to-Peer-Prinzip kann das Bitcoin-Netzwerk seine Transaktionskosten im Gegensatz zu den meisten anderen E-Payment-Anbietern sehr gering halten, pro Transaktion zahlt man 0,007 €.

Im Gegensatz zu Diensten wie Paypal sind Bitcoins auf Micropayment-Beträge ausgelegt, das bedeutet, Bitcoins wurden beispielsweise nicht für Online-Shops vorgesehen, die teure Artikel verkaufen. Viel mehr sollen Bitcoins die Bezahlung „billiger“ Artikel ermöglichen, die entwicklung denkt beispielsweise an Kleider oder Lebensmittel, deren Verkauf in der fortschreitenden entwicklung des Web 2.0 vor allem in dem Internet sehr aufgeschlossenen Nationen mehr und mehr ins web ausgelagert werden soll. Das heißt aber nicht, dass es nicht möglich wäre, größere summen über Bitcoins zu finanzieren – aber aus verständlichen Gründen greifen halt hier die Shopbetreiber und somit auch die endkunden eher zu services wie Paypal oder Paysafecard.

Der Besitz von Geld wird im netzwerk dadurch nachgewiesen, dass die entsprechenden digitalen Schlüssel für bestimmte Geldbeträge (Münzen als bildliche Vorlage) in eurem Account (Geldbörse) nachgewiesen werden.

Zahlungen finden an pseudonyme Adressen statt, das bedeutet, der Service ist weitgehend anonym. Der Service bietet offiziell keinerlei Identifikation des Handelspartners an. Jedoch sind alle Transaktionen natürlich in der datenbank eingepflegt und somit irgendwie nachvollziehbar.

Viele, aber noch zu wenige Anbieter bieten bereits Waren und dienstleistungen gegen Bitcoins an.

Ein „cooler“ Nebeneffekt ist, dass die ziemlich wirklichkeitsnahe Pflege der Bitcoins bewirkt, dass sich ihre Entwicklung wie bei einer realen Währung vollzieht – das bedeutet, das abhängig von der Seltenheit der Währung und ihrer Nachfrage im Handel ihr konkreter Gegenwert steigen oder fallen kann (Inflation/Deflation). Aus diesem Grund können Bitcoins sogar auf der Börse gegen andere Währungen wie euro oder dollar gehandelt werden.

Ihr merkt bereits jetzt, dass das Thema Bitcoin ein sehr umfangreiches ist. Deswegen wage ich jetzt noch nicht, so wirklich weit auszuholen. Um Bitcoin zu verstehen, muss man de fakto Volkswirtschaft verstehen und wie Geld überhaupt funktioniert. Auf jeden Fall werde ich bei dem Thema dran bleiben und euch immer wieder Infos dazu liefern. Die erläuterten Informationen reichen aber, um diesen Themenaspekt von Bitcoin als Lifehack darzustellen. Deswegen will ich hier auch erstmal einen Cut machen.

So long

Freak Out!

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Über dafrk

IT Consultant in den Bereichen SAP, SAP HANA, Internet of Things, Digital Transformation und IT Security
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2 Antworten zu LifeHacks #2 – E-Payment

  1. Red Eye Ragnarok schreibt:

    Gehört sowas nicht mehr zu Finanzen?

    Und kannst du auch langsamer veröffentlichen bitte >.>

    • dafrk schreibt:

      hm naja, irgendwie ist da so ne Zwickmühle drin. Ich habe jetzt E-Payment nicht unter finanzen eingeordnet, weil es in der Regel bis au fgeringe Beträge kostenlos ist, im Gegensatz zu Steuern und Versicherungen, und aber auch nicht dem Ansparen von GEld dient, wie etwa anlegen, Tagesgeldkonten, Altersvorsorge etc. Ich denke hatl, dass beim E-Payment der LifeHack-Faktor dem Finanzfaktor überwiegt.

      Zum Thema Veröffentlichungsgeschwindigkeit: Ich hab in der Arbeit nix zu tun und Internet-Zugang, da nutzt man doch die Zeit sinnvoll, odeR? 😀 Außerdem musst du ja nicht immer 100 % hinterher sein, du kannst ja langsam aufholen, ich glaube nämlich, dass du meine Postings garantiert schneller liest als ich sie schreiben kann ^^.

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