Hardware #4 – Digitizer / Grafiktabletts

 

Heute beschäftigen wir uns mit

GrafkTablets

Grafiktablets sind dazu da, um es dem „Künstler“ zu ermöglichen, an seinem Computer-Arbeitsplatz zu zeichnen, als würde er auf einem Blatt Papier malen. Dies eröffnet viele Möglichkeiten:

  • Im sogenannten Digital Drawing / Digital Painting erstellen Künstler ihre Werke (wie Artworks, Gemälde oder einfach nur Zeichnungen) am PC in Form einer Vektorgrafik. Dies ermöglicht, die Zeichnung ohne Verluste in verschiedene Größenformate umzuwandeln, des Weiteren entstehen keine Verluste bei der Digitalisierung des Werks, weil es ja bereits digital erstellt wird. Außerdem lassen sich die so erstellten Werke leicht digital nachbearbeiten, was beispielsweise sinnvoll ist, wenn ein Art Designer mit einem Webdesigner zusammen am Design einer Website arbeitet.
  • Ingenieure usw. können, alternativ zu diverser Visualisierungssoftware, ihre Pläne, Blaupausen usw. nach alter Manier zeichnen
  • Schüler und Studenten können komplizierte Tafelbilder ihres Dozenten fix und gut strukturiert nachfertigen, haben diese gleichzeitig in digitaler Form und können somit nicht verknittern / verloren gehen / nehmen keinen physikalischen Platz in irgendeinem Ordner weg
  • Man kann seine Hausaufgaben oder allgemein handschriftliche Schriftwerke auf dem Tablet erstellen und kann somit beispielsweise alles machen, was man mit Zettel und Stift auch machen könnte (wie etwa das Zeichnen eines mathematischen Funktionsgraphen üben als Vorbereitung für eine Prüfung), hat diese Werke dann aber trotzdem zum NAchschlagen digital auf seinem PC gespeichert, so dass man ein übersichtliches, digitales Archiv seiner Hausaufgaben / Werke hat.
  • Wegbeschreibungen, Skizzen oder ähnliches, was man mit der Maus nur sehr umständlich zeichnen könnte, sind so sehr schnell erstellt.
  • Man kann schnell handschriftliches in Textverarbeitungssoftware (Office-Software, E-Mail-Client etc.) einfügen – wie etwa eine digitalisierte Unterschrift.
  • Windows 7 und Mac OS X sind speziell für die Bedienung durch Grafiktablets ausgelegt.
  • Man spart Arbeitsmaterial (Farbe, Tinte, etc.)
  • Man kann Vorlagen abpausen und somit Druckwerke digitalisieren (wobei man diese natürlich auch abfotografieren oder scannen könnte, aber es ist eine Möglichkeit)
  • Weitere Anwendungsgebiete und passende Software hier
  • Besonders effizient wird der Gebrauch eines Grafiktabletts unter Verwendung des SpeedPaintings

Die Möglichkeiten eines solchen Grafiktabletts werden oft unterschätzt. So unterstützen die meisten Modelle beispielsweise, dass abhängig vom Druck, den man durch den Stift auf die Zeichenoberfläche ausübt, der Zeichenstrich mehr oder weniger dunkel auf das digitale Papier kommt – so, als würde man mit einem echten Stift zeichnen.

Features, auf die man achten sollte

Wichtige Funktionen, die ein Digitzer mittlerweile haben sollte, sind etwa:

  • Beidhändige Bedienbarkeit – Die Bedienelemente des Grafiktabletts solllten sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder ausgelegt sein.
  • Absolute Positionierung – diese Funktion einzuschalten bedeutet, dass der Mauszeiger (oder der Stift im Zeichenprogramm beispielsweise) genau dort auf dem Bildschirm landet, wo er auch auf dem Grafiktablet ist (verhältnismäßig). Setzt man also den Stift vom Tablet ab und platziert ihn rechts unten im Tablet, wandert der Mauszeiger auch nach rechts unten auf dem Bildschirm.
  • Die Größe ist immer ein Thema. Grafiktablets gibt es meist entweder in der Größe A6 (äußerst klein) oder A3 (ziemlich groß). Ich tendiere eher zu den größeren Modellen, auch wenn diese natürlich erheblich teurer sind. Es gilt der Grundsatz, dass die Größe des Zeichentablets mindestens die des Werks sein sollte – die meisten Zeichner veröffentlichen ihre Werke auf DIN A3, was für diese Größe spricht. Durch das Erstellen der Zeichnung als Vektorgrafik kann man sie nachträglich relativ verlustfrei vergrößern.
  • Umschalten zwischen absoluter Positionierung und eins-zu-eins-Bewegung. Diese Funktion haben eigentlich alle modernen Tablets. Das bedeutet, dass man, wenn man die absolute Positionierung mal unnütz findet, weil man gerade ziemlich genau zeichnen muss, dann kann man die eins-zu-eins-Bewegung anschalten. Dabei legt dann der Mauszeiger ziemlich genau die Strecke zurück, die man auch auf dem Tablet zurücklegt. Das beduetet im Umkehrschluss, dass man nicht mehr rechts oben in der Ecke landet, wenn man den Stift von links unten nach rechts oben zieht, sondern der MAuszeiger eben ein kleines bisschen von links unten nach rechts oben wandert – das ist genauer beim Zeichnen, aber man braucht länger, um eine weite Strecke auf dem Bildschirm zurückzulegen.
  • Die Auflösung (angegeben in lpi) sollte bei Werten um 1.024 oder höher liegen.
  • Der Stift sollte drahtlos sein, also keine Kabelverbindung zum Tablet erfordern. Seinen „Strom“ sollte der Stift über Induktion aus dem Tablet beziehen, er sollte also keine BAtterien brauchen.
  • Der Stift sollte drucksensitiv sein. Das bedeutet, je nachdem, wie stark man mit dem STift auf das Tablet aufdrückt, wird die Linie dünner oder dicker. Dabei ist wichtig, wie viele unterschiedliche Druckzustände der Stift kennt. Übliche (und gute) werte sind bei etwa 2000 und mehr unterschiedlichen Druckzuständen.
  • Man sollte unterschiedliche Stifte am Tablet nutzen können.
  • Das tablett sollte die Neigung des Stiftes erkennen
  • Man sollte am Tablett die Deckkraft einstellen können. Das beeinflusst, wie kräftig der Farbton des Strichs auf dem Tablet wird. So ist es möglich, sanfte, weiche, helle Farbtöne zu zeichnen, aber auch kräftige und dunkle

Funktionen, die ein nettes extra sind, sind etwa:

  • Multitouch – Ermöglicht es, das Tablett mit den Fingern zu bedienen statt nur mit dem Stift. Dadurch kann man sowohl mit dem Finger zeichnen, aber auch den PC / das Netbook mit dem Grafiktablet bedienen. DAs kann man sich dann so vorstellen wie bei einem TouchPad beim Netbook – also im Endeffekt nichts besonderes.
  • Anzeige des Gezeichneten auf dem TouchPad. Anstatt eure Zeichnung nur auf dem PC betrachten zu können, werden bei Luxusmodellen die Zeichnungen auch auf dem Tablet direkt angezeigt. Ob man das braucht oder nicht, muss man selbst entscheiden.


Hersteller

Die berühmtesten Hersteller, an die man sich meiner Meinung auch halten sollte, sind WaCom und Hanvon


Empfehlenswerte Modelle

Wacom Intuos 4 XL A3

Die Testberichte und Kundenrezensionen sprechen einfach für sich. Des Weiteren sind für WaCom-Produkte die meisten Zubehörteile erhältlich, wie beispielsweise ein AirBrush-Pen. Das Wacom Intus 4 liefert exzellente Qualität zu einem annehmbaren Preis. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist meiner Meinung nach hervorragend

Wacom Cintiq 21 UX

Ein Luxusmodell. Der Preis ist für Profis durchaus gerechtfertigt, aber für die meisten Anwender, auch für die meisten Profis, sind modelle wie das Intuos 4 absolut ausreichend. Ich wollte das Cintiq halt trotzdem erwähnen, falls ihr in die geringe Anwenderschicht fallt, welche die Extrafunktionen des Cintiq unbedingt brauchen.

 

Quellen

[Computeruniverse]

[BetaBuzz]

 

So long

Freak Out!

 

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